Neu im Programm: Workshop Taschendiebstahl

Aufgrund der kurzfristigen Absage für den Schminkworkshop von Magic Robert haben wir nun eine neue Session ins Programm genommen: Oliver Fitzek wird einen Workshop zum Thema Taschendiebstahl halten. Dabei werden die Grundtechniken für das „Stehlen“ von Armbanduhren einstudiert. Außerdem erläutert Oliver, der seit Jahren seine Zaubershows sehr erfolgreich durch Pick-Pocket-Acts ergänzt und auch immer wieder von den Medien als Experte für das Thema Taschendiebstahl engagiert wird, was man als erfolgreicher Langfinger wissen sollte…

Alexander de Cova zum Thema Misdirection!

Die vielleicht wichtigste Session auf der MMC: In diesem Workshop widmet sich Alexander de Cova der stärksten Waffe des Zauberkünstlers – der Misdirection.
Misdirection – Ablenkung der Aufmerksamkeit und des Denkens der Zuschauer vom Ort des eigentlichen Geschehens. Sinn der Misdirection ist, unbemerkt Trickhandlungen vollziehen zu können.So steht es im Wörterbuch der  Zauberkunst. Aber wie kann Misdirection in der Praxis elegant und erfolgreich eingesetzt werden? Die Antwort auf diese Frage gibt Alex der Cova in dieser Session – und er stellt dazu auch noch sein Misdirection-Kit vor.

Über den Referenten:
Über Alexander de Cova muss man nicht viele Worte verlieren. Er ist seit mehreren Jahrzehnten in der europäischen Zauberszene wohlbekannt. Bereits mit 21 Jahren machte er sein Hobby zum Beruf und wurde professioneller Zauberkünstler. In den folgenden Jahren sammelte er durch viele europaweite Auftritte umfangreiche Bühnenerfahrung. 1992 gewann er mit seinem Trick „Samurai Magic Act“ den silbernen Zauberstab beim Festival der Magie in Monte-Carlo. Neben seinen Lehrtätigkeiten bei Seminaren und Workshops entstanden über 40 Video- und DVD-Produktionen, die teilweise in Englisch produziert wurden. Bei seinen Zaubertricks und in der Ausbildung liegt sein Schwerpunkt auf einfachen, unkomplizierte Routinen, die „starke und für die Zuschauer leicht verständliche Effekte“ produzieren. Heute lebt und arbeitet Alexander de Cova in Wien.

Frauenpower auf der MMC

Zauberin? Vor zwei Jahrzehnten kaum vorstellbar, heute immer noch exotisch.
Lou präsentiert eine Session zum Thema „Rollenfindung“ speziell nur für Zauberinnen. Dabei will sie Antworten auf folgende Fragen finden: Wie zaubert eine Frau? Welche Vorteile und Nachteile haben wir dabei? Was sind wir: Zauberinnen? Zauberkünstlerinnen? Hexen? Lou zeigt in Ihrer Session anhand von Übungen, was es bedeutet als zaubernde Frau auf der Bühne zu stehen. Auf dass alle Zauberinnen zusammen mit weiblichem Charme die Männerdomäne aufmischen!

Zur Referentin:
Lou ist eine der wenigen bekannten Zauberinnen im deutschsprachigen Raum. Obwohl sie seit Jahren u.a. auch regelmäßig zusammen mit Christoph Borer auftritt hat sie sich dabei nie auf die Rolle der „Assistentin“ reduzieren lassen, sondern ist in den verschiedenen Ensembles und Shows – z.B. Ars Magica und aktuell „Zauberpack“ – immer gleichwertige Bühnenpartnerin ihrer männlichen Zauberkollegen.

Cold Reading mit Prof. Dr. Toni Forster

Zum Stichwort Cold Reading findet man in der Wikipedia folgende Definition: („kalte Deutung“, auch sensory leakage) ist ursprünglich der von professionellen Zauberkünstlern verwendete Fachausdruck für verschiedene Techniken, in Interview-artigen Situationen ohne wirkliches Wissen über den Gesprächspartner bei diesem den Eindruck eines vorhandenen Wissens zu erwecken.
In der Hand eines Mentalisten ist geschicktes Cold Reading eine unglaublich starke Waffe, das die Zuschauer wirklich an übersinnliche Fähigkeiten glauben lässt. Nicht zuletzt deshalb wird Cold Reading auch von Wahrsagern, Hellsehern und anderen Scharlatanen genutzt. Dies ist aber kein Grund ist, dass Mentalmagier sich dieses Mittels zur Effektverstärkung nicht bedienen sollten. Ganz im Gegenteil.
In dieser Session erklärt Prof. Dr. Toni Forster anhand eines wirkungsvollen Mentaleffekts ausführlich die Techniken und psychologischen Grundlagen des Cold Readings.

Über den Referenten:
Toni Forster zählt zu den führenden deutschsprachigen Mentalmagiern. Beim Weltkongress in Lausanne errang er 1982 mit der höchstplatzierten Darbietung einen dritten Platz in der Sparte Mentalmagie. In den letzten Jahren war er auch immer wieder ein gern gesehener Gast in deutschen TV-Talkshows. Beim alljährlichen Nachtmahl von San Gabriele, dem bizarrmagischen Dinnerspektakel des OZ München ist er stets einer der Hauptacts. Im „normalen Leben“ arbeitet er als psychologischer Psychotherapeut mit eigener Praxis.

Workshop mit Daryl

US-Star Daryl wird auf der MMC nicht nur sein Seminar als Keynote halten, sondern auch einen Workshop im Rahmen der Close-up Sessions. Hier die Inhaltsangabe wie sie uns Daryl übermittelt hat:
In this Workshop Daryl *begins* by focusing on 3 Fly III (Coins across) and the Up the Ladder false cut along with several variations and applications. After these have been taught, the workshop can take any direction that the participants would like – Daryl allows each participant time to discuss what they would like to learn and then the whole group will learn it – this means every participant actually learns a wide range of magic.

Der Workshop findet in englisch – ohne Übersetzung – statt.

Wer mehr über Dary erfahren möchte, dem sei sein Fragebogen auf der ZZM-Website empfohlen.

Über die Konstruktion von Effekten

Wann ist ein Kunststück ein gutes Kunststück? Wie lassen sich Kunststücke verbessern? Jörg Alexander präsentiert in seiner Session bewährte Strategien, um Kunststücke und Routinen effektvoller, unterhaltsamer, klarer und täuschender zu gestalten. Die theoretischen Konzepte werden dabei anschaulich durch zahlreiche Beispiele aus seinem aktiven Repertoire illustriert.

Über den Referenten:
Jörg Alexander ist Mitglied der „Fertigen Finger“ und seit 1994 international erfolgreicher Profi-Zauberkünstler. Seine große Begeisterung galt schon immer der Close-up-Magie und der Kartenkunst. Als einer der Pioniere der formalen Close-up-Shows in Deutschland präsentiert er seit 2002 regelmäßig abendfüllende Programme in München und Nürnberg. Er ist vielfacher Preisträger bei zahlreichen nationalen und internationalen Zauber-Wettbewerben, unterrichtet an der ZauberAkademie Deutschland und unterstützt Berufs-Kollegen als Berater und Coach.

Besser Sprechen!

Das Sprechen und Moderieren auf einer Bühne stellt an den Zauberkünstler hohe Anforderungen: neben der perfekten Beherrschung seiner Tricks sollte er stimmlich und körperlich souverän auftreten. Vor allem die Beherrschung seiner Stimme und seines Sprechens ist wichtig für eine gelungene Präsentation. In dem Workshop bekommen die Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit an Körper, Atem, Stimme und Artikulation. Zudem sollen die Gestaltung des Sprechens und der Kontakt zum Publikum thematisiert werden.

Über den Referenten:
Clemens Nicol ist Sprecherzieher und professioneller Sprecher und Moderator beim Bayerischen Rundfunk. Er studiere am „Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik“ an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart – Hauptfach „Sprechen“ bei Prof. Uta Kutter. Seit mehreren Jahren unterrichtet er als Sprecherzieher Gruppen und Einzelpersonen. www.clemensnicol.de